Vom Älterwerden

Blacky Fuchsberger hat einmal gesagt: “Altwerden ist nichts für Feiglinge.“ Ob unsere Hunde genauso denken? Wenn ich unsere Yuna so beobachte, merke ich davon nichts. Klar, knacken ihre Knochen morgens beim ersten Strecken ungefähr genauso, wenn ich aus dem Bett steige. Dann muss ich doch schmunzeln, weil wir uns schon beim Aufstehen so ähnlich anhören. Bei ihr kann ich aber auch noch eine angenehme Eigenschaft entdecken: Gelassenheit. Also nicht, wenn sie ihre Stammfeinde auf ihrer Runde begegnet. Da kann sie noch genauso eskalieren wie mit 5 – aber sonst. Wenn sie so im Garten liegt und döst, kann sie auch eine umherstolzierende Taube nicht davon überzeugen, aufzuspringen und die Beete beim Hinterherrasen zu sprengen. Das ist schön. Vor kurzem habe ich gedacht, ich müsste ihre Ohren untersuchen lassen, da sie nicht immer reagiert, wenn ich sie rufe. Dann kommt so ein wehmütiger Gedanke in mir hoch: „ oh je, jetzt wird die Oma wirklich alt.“ Als ich dann aber mit einer Tüte knisterte und sie sofort parat stand, habe ich herzlich gelacht. Es ist also nur eine Art Bedarfstaubheit gepaart mit Alterstarrsinn, was sich da einschleicht. Recht hat sie! Ich werde milderer im Umgang mit ihr, das fällt mir dann wohl in gewissen Situationen auf die Füße in dem sie mir gepflegt ihr Mittelzehe zeigt. Ich habe dich ertappt! Ab jetzt werden wieder andere Seiten aufgezogen! Oder vielleicht doch nicht 😉

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