Ihr müsst an eurer Bindung arbeiten!

Dieser Ausruf einer Hundetrainerin hallt bei mir noch immer nach, obwohl es schon über 9 Jahre her ist, dass ich ihn in der Welpengruppe gehört habe.

Er hat mich verunsichert und mich traurig gemacht. Ja, meine Yuna hatte einen sehr großen Entdeckungsradius und ist nicht wie die anderen Welpen ständig um ihre Besitzer herum scharwenzelt.  Aber hatten wir deswegen eine schlechte Bindung?

In den darauffolgenden Wochen beobachtete ich meine Yuna ganz genau. Wann blickte sie sich zu mir um? Wann kam sie zum Schmusen? Kam sie überhaupt zum Schmusen? Forderte sie mich zum Spielen auf?

Wie arbeitet man denn an der Bindung? Mit Futter? Mit Spiel? Mit Aufmerksamkeit? Eine Antwort auf diese Fragen ist mir die Trainerin bis heute schuldig geblieben. Im Zusammenleben mit meiner Hündin kann ich aber sagen: je weniger ich um ihr Interesse buhle, desto aufmerksamer wird sie von alleine.

Bindung ist keine Frage der räumlichen Distanz. Auch wenn meine Hündin nicht permanent um mich herum ist, weiß ich, dass wir immer noch im Kontakt miteinander sind. Und so ist es auch mit vielen anderen Hunden, die ihr bei Spaziergängen seht.

Wer misst die Qualität einer Bindung? Ihr selbst! Achtet auf euer Bauchgefühl. Spürt nach, ob ihr im Kopf eures Hundes seid, ob ihr mit ihm „im Gespräch“ seid und vertraut darauf. Und lasst euch um Himmels Willen nicht von anderen verunsichern – auch nicht von Hundetrainern.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

Back To Top