Genetische Disposition: Im Weg liegen

Wir Hundetrainer sprechen gerne von genetischer Disposition, wenn wir eigentlich meinen: Sorry, liebe Leute, aber isso! Bei eurem Hund lässt sich sehr wenig therapieren. Das kommt bei jagdlichen Talenten genauso vor, wie bei an der Haustür eskalierenden Security-Vierbeinern. Vieles hat evolutionäre Ursprünge beim Wolf, die wir im Laufe der Zuchtjahrhunderte verfeinert haben. Aber woher bitteschön, kommt bitte das – so meine These – genetisch disponierte „Im Weg liegen“? Ihr kommt gerade mit einer Tasse Kaffee in der rechten und einem Frühstück in der linken Hand aus der Küche und schlurft, noch nicht so ganz wach, durch den Flur. Ihr könnt sicher sein, euer Vierbeiner hat sich die schmalste Stelle ausgesucht, um sich quer in den Weg zu legen. Und so transportiert ihr euren noch in Teilen schlafenden Körper, sowie eure flüssige Weckhilfe und Teller mit rutschendem Brötchen ÜBER den Hund. Vorbei gehen geht nicht: auf der einen Seite ist die Wand – auf der anderen die Kommode. Hunde wissen doch ganz genau, wie sie uns morgens um 6 zur Akrobatik zwingen. Natürlich kann man den querliegenden Hausbesetzer mit dem Fuß anstupsen oder, wie wir Trainer sagen: „einfach durchlaufen“. Die Gefahr, den so wohlriechenden Kaffee komplett zu verschütten, ist aber zu groß. Also machen wir – je nach Hundegröße – einen großen Schritt über das Tier und trotten zu unserem Ziel, sehr wohl in unserem Rücken diesen hämischen Gesichtsausdruck auf Bodennähe wahrnehmend, der sagt: „Super Tag! 1:0 für mich“ In diesem Sinne: Eure Indra

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