Darf’s ein bisschen weniger sein?

Montags Karate, dienstags Geige, mittwochs Kinderyoga, donnerstags Englisch-Frühförderung…. Zum Glück wissen wir es für unsere Kinder mittlerweile größtenteils besser und lassen sie oft genug Kind sein, um sich entfalten zu können. Und bei unseren Hunden? Welpenbesitzer (nein – keine WelpenELTERN) fragen mich in den Kursen oft, wie sie ihren Hund denn beschäftigen können. Meine Antwort ist klar: gar nicht!, was die meisten frischgebackenen Welpenbesitzer sichtlich irritiert. Das Leben IST für die Kleinen Fellknäuel Beschäftigung. Im ersten Lebensjahr haben die kleinen Mäuse genug damit zu tun, sich unserem Leben und unserer Umwelt anzupassen. Sie sollen als erwachsene Hunde entspannte Begleiter sein, die ein fliegender Ball nicht dazu bringt, komplett auszurasten. Zu lernen, dass nicht jeder Hund ein Spielkumpan ist, dass Radfahrer nichts Jagdbares sind, dass Kinder kreischend weglaufen dürfen, all das sind Dinge, die Welpen und Junghunde im ersten Lebensjahr mitbekommen sollten. Und sie brauchen uns Menschen als verlässliche Sozialpartner. Ein Partner, der Grenzen setzt, um Freiheit geben zu können. Ein Partner, der nicht nur Futterautomat ist. Sofern ein Welpe nicht als Ernstfall-Hund im Rettungs- oder Polizeidienst eingesetzt werden soll, braucht er im ersten Jahr keine zusätzliche Beschäftigung. Was meint ihr, was ein Schäfer im ersten Lebensjahr seiner Hunde mit ihnen macht? Genau! Nix an den Schafen. Und wie sagte Astrid Lindgren noch gleich? „“Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen.”

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