Als „Pott“-Sau geboren

Bis letzte Woche dachte ich, meine Yuna ist die größte „Pott“-Sau unter den Hunden. Bei allen Spaziergängen auch mit anderen Hunden konnte ich sicher sein: Yuna kommt als Dreckigste wieder nach Hause. Und das nicht nur, weil sie weiß ist und man es besser sieht. Sie lässt einfach keine Pfütze und kein Schlammloch unumgepflügt. Dass sie sich auch gerne neues Parfum auflegt, indem sie sich in irgendwas Stinkendem wälzt, brauche ich gar nicht zu erwähnen. Ich habe die Flecken, in denen sie sich wälzt aus würgetechnischen Gründen nicht weiter analysiert. Ich persönlich finde ja lustig, dass sie andere Hunde, die sonst etwas zurückhaltender in Drecksachen sind, auch noch zu Schandtaten animiert. Die Besitzer finden das meist weniger amüsant. Die Stunde Fellreinigung und Badezimmerputzen waren an diesem Tag einfach nicht einkalkuliert. Letzte Woche wurde das „Pott“-Sau-Dasein von Yuna tatsächlich getoppt. Wir gingen mit einer Frau und ihrem Hund im Westerholter Wald spazieren. Durch die Regenfälle der letzten Tage haben sich ziemlich gute Flecken für Schlammpackungen gebildet. Der kleine Racker der Frau hat sich in so ziemlich jeden Schlammflecken gelegt, an dem wir vorbeikamen. Das ursprünglich schwarz-weiße Fell war gegen Ende nur noch als braune Zottelmasse zu erkennen. Ein ganz kleines bisschen tat es mir leid, diesen Weg für den Spaziergang vorgeschlagen zu haben. Aber eigentlich habe ich mich mehr gefreut: endlich ein Vierbeiner, der sich noch mehr einsaut als Yuna. Schlimmer geht immer.

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